Projekt – Schule – Projektschule

Schule der Zukunft? – (Ideensammlung ohne Rahmentext!)

Der Raum als dritter Pädagoge wird als eigener Arbeitsaspekt aufgegriffen, dabei muss berücksichtigt werden, dass je nach Alter die Kinder und Jugendlichen andere Bedürfnisse an den Raum stellen, andere ästhetische und spielerische Vorstellungen haben.

Lernen in einem Gebäude mit unterschiedlichen Häusern.

  • Einstieg Grundschule (max. 2-zügig) nach dem Montessoriprinzip bis einschließlich zur sechsten Klasse, wobei soziales und methodisches Training als Vorbereitung im Vordergrund steht.
    • Haus eins: Jg 1 – 3 in einem Haus, kleinste Lerngruppen, sehr familiär. Mit viel Spiel und Zeit an die Regeln gewöhnen. Viel raus, viel Bewegung, Grundfertigkeiten.
    • Haus zwei: Jg. 4 – 5 (6) in einem Haus, kleine Lerngruppen, erstes übergreifendes Lernen, Projekte, Soziales Training (Lions Quest) vordergründig, viel Bewegung und Spiel, in Stufe 6 dann jahrgangsübergreifende Projekte. Jahrgang 6 ist als Übergang so zu handhaben, dass jene, die Jugendlichen, die die nötige Reife für das selbstständige Lernen haben und sich in den höheren Altersgruppen behaupten können, „durchgeschult“ werden, die anderen bleiben noch in diesem Haus und erwerben die notwendigen Fertigkeiten (softskills) und gehen dann ganz natürlich in die nächste Stufe. Ein gleitender Übergang ist das Ziel
      • Weiterführende Schule mit unterschiedlichen Abschlüssen (Handwerk, Technik/IT, Kaufmann, Abitur(FORQ)) – als gleichwertige Abschlüsse.
    • Haus drei: Jg. 7 – 9: Jedes Jahr ein spezifisches Praktika (Soziales, IT/Technik, Handwerk, Kaufmann) von vier bis sechs Wochen, Mischung mit allen höheren Altersstufen bei Projekten.
    • Haus vier: 10 als Abschluss: Ein Theatergroßprojekt mit Technik, Werbung, Spielortsuche und Co.  
  • Zeitlicher Ablauf als Beispiel für die Jg. von 7 – 10: Start in der Stammgruppe, Vorstellen parallellaufender Projekte, 4 Projektphasen á 7 – 8 Wochen,  ein Praktikum, ein Stammgruppenabschlussprojekt zum Schuljahresende, ein Fest.
  • Der Lernkompass des Schülers: Portfolios auch in digitaler Form wird vom Beratungslehrer und vom Schüler gemeinsam geführt. Jährlich archiviert und besprochen.
  • Durchgängig eine Stammgruppe erhalten, in der sich die Lerner zwei Mal im Jahr miteinander auseinandersetzen und für das Abschlussjahr gemeinsam ein Projekt entwickeln.
  • Es gibt für jeden Lerner einen eigenen Beratungslehrer, das Team der Beratungslehrer einer Stammgruppe bilden dann die Lehrer (Manager und Leiter) für die Stammgruppe. Jeder Lehrer ist max. für 10 Schüler zuständig (Ist in der Praxis zu erproben, wie viel Beratungslerner im einzelnen durch das System und durch die Lerner für die Lehrer möglich ist.)

Angelegt als Ganztagsschule mit offenem Angebot am Nachmittag. Die Lerner können die Angebote nutzen oder sich mit den Projektthemen auseinandersetzen oder Freizeitaktivitäten nachgehen. Allerdings ohne Spieleinheiten – zur Entspannung. Andererseits gibt es einen Multimediaraum mit Spielkonsolen, Internetzugang und Co., wofür die Teilnehmerzahl begrenzt ist und zu dem sich die Lerner anmelden.

In jedem Haus gibt es einen für das Alter spezifischen Betreuungs- und Aufenthaltsraum, der durch geschultes Personal nicht unbeaufsichtigt ist. Dort erhalten die Kinder und Jugendlichen Getränke, Zwischenmahlzeiten, Mittagessen und Frühstück in angenehmer Atmosphäre. Es ist so eingerichtet, dass die Jugendlichen und die Kinder sich wohl fühlen. So kann gewährleistet werden, dass die Kinder und die Jugendlichen sich dann dort aufhalten, selbst wenn sie an keiner Freizeitaktivität teilnehmen wollen.

Über das Jahr verteilt werden regelmäßig Wettkämpfe, Ausschreibungen und Vorführungen dargeboten, die über die Schule hinausragen sollen.

Einbeziehung des Standortes durch die Wirtschaft:

  • Um in der Abschlussphase die Differenzierung zu gewährleisten, werden die Wirtschaftskonzerne, die bereits ein soziales Interesse mitbringen und/oder ortsansässig Interesse an gebildeten Kräften haben, für das Projekt begeistert:
    • Vorteil für den Nutzen in der Wirtschaft durch dieses Lernkonzept herausstellen
      • Teamfähigkeit durch gemeinsame Theaterprojekte
      • Themenvielfalt durch Methodenvielfalt
      • Konfliktlösungen durch Sozialtraining, Theater und Kunst
      • Selbstständigkeit durch Übernahme von „echten“ Aufgaben
      • Verantwortung durch Sozialtraining, durch Verfolgung des eigenen Lerninteresses und –erfolges.
  • Wirtschaftliche Beteiligung an den Inhalten der Projekte fördert die Lerner in deren eigenen Zielen.
    • Praktika in den Betrieben
    • Übernahme von einzelnen Projekten (Autostadt)
    • Unterstützung bei Projekten (Material, Personal, Geld, etc.)
    • Vorbildung in den jeweiligen Bereichen (kaufmännisches Rechnen, Aufsetzen kaufmännischer Briefe, Know-How IT, technisches Zeichnen (entsprechend runtergebrochen für das jeweilige Niveau der Jugendlichen), etc.)

Der mögliche Tagesablauf könnte so aussehen:

  • Vor Schulbeginn für alle (Lehrer, Schüler und Co) Tai-Shi.
  • Anschließend allgemeines Assemly in den jeweiligen Häusern: Was ist heute wichtig, (zehn Minuten)
  • dann gemeinsames Frühstück in den jeweiligen Aufenthaltsräumen mit Aufsichtswart aus der Schülergruppe.
  • Es folgt die erste Arbeitseinheit zum Projekt von insgesamt 2 ½ Stunden; Pausen werden abhängig vom Arbeitsprogramm durch die Lerner und die Lehrer gesteuert.
  • Eine einstündige Mittagspause beendet diese Phase,
  • anschließend erfolgt als zweite Einheit eine Arbeitszeit von 1 ½ Stunden. Da nach dem Mittag ein kognitives Tief erreicht wird, wird hier die Zeit handwerklich, künstlerisch oder sportiv gefüllt.
  • Daran schließt sich die betreute Freizeitphase mit Angeboten (die von extern eingeholt werden können (Judo-, Fußball-, Handballvereine u.a., Musikschule, Jugendgruppen, Kirchengruppen, etc.), die die Jugendlichen begeistern können.
  • Um 17 Uhr endet die Betreuung und die Schule.

Neben dem Lehrerpersonal sind weitere Fachkräfte aus allen Bereichen hinzuzuziehen:

  • Erzieher, Sozialpädagogen, ein Schulpsychologe (auch für die Lehrer zur Supervision), Mediziner, Universitätsdozenten, Informatiker, Techniker, Handwerker, etc.
  • Ebenfalls werden alle Lehreinrichtungen einbezogen, die der Umkreis hergibt: Schüleruni, Autostadt, etc.

Alle Gebäude, alle Räume, alle Bauten, alle Renovierungen, alle Essensversorgung werden von Schülern in Form der jeweiligen Projekte mitgetragen. Die Lerner werden zur Gestaltung, zur Reflexion, was gebraucht wird, zur Planung des Essens und überhaupt in allen Bereichen des Schulalltags mit als Handelnde einbezogen. Sie sind nicht nur Nutznießer von Wissen,  sondern sollen selbst aktiv am Geschehen beteiligt werden. Berücksichtigt wird, dass ein Einsatz am Schulalltag entsprechend dem Alter erfolgt.

Jedes Jahr fährt die Stammgruppe für eine kurze Zeit gemeinsam auf eine Studienfahrt. Diese Studienfahrten dienen, im Abschlussjahr sollte diese Zeit auf 3 Monate mit einem Auslandaufenthalt in Gastfamilien untergebraucht, ausgedehnt werden.

Ziel der Schule ist es, einen angenehmen Arbeits-, Lern- und Lebensraum zu kultivieren, in dem sich die Kinder und Jugendlichen in den Bereichen weiterentwickeln können, die sowohl für ihre Persönlichkeit wichtig sind, als auch für ihre später Berufswahl.

Solange sich nicht alle Schulen sowie das Schulsystem an sich verändern, bedarf es einer Eingliederung in das anerkannte System. Zu diesem Zweck werden im Abschlussjahr zielgerichtet auf die Abschlussprüfung Inhalte gelernt. Inwiefern weitere Maßnahmen schon in der Jahrgangsstufe neun ergriffen werden müssen, wird die aktuelle Bildungspolitik sowie der Standort der Schule zeigen.

Dieses Konzept ist bislang weder systematisch geordnet noch tiefgehender behandelt, aber jetzt liegt es so vor, dass man darüber diskutieren könnte. Ich würde mich über eine Diskussion zu diesen Punkte – sowohl zu einzelnen als auch zum Gesamtkonezpt – freuen.

Gr

Scarlett

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