Dominoeffekt: Was Freiwilligkeit des Unterrichtbesuchs nach sich zöge. (Ein Gedankenexperiment)

Wenn man im Schulsystem eine einzige Sache verändern würde, so hätte das auf das ganze System seine Auswirkung. Wenn eine Veränderung wie bei dem nachfolgenden Gedankenexperiment herbeigeführt wird, wie lässt sich dann solch eine Idee überhaupt anstossen? Ich erhebe hier nicht den Anspruch, entgültige Weisheiten zu formulieren, vielmehr geht es um ein Gedankenexperiment. Jeder ist mir willkommen mit seinem Kommentar, der sich an diesem Experiment beteiligen will (statt es vielleicht nur zu kritisieren oder als unmöglich abzutun).

Jetzige Situation: Zurzeit lernen Kinder im Klassenverband in Fächern unterteilt Inhalte, die im Curriculum zu finden sind. Auffällig ist, dass man ca. 20 – 40 % der Schüler und Schülerinnen trotz Methodenwechsel und Medieneinsatz nicht dazu motivieren kann, sich mit dem Lerninhalt auseinanderzusetzen. Genauso gibt es in jeder Lerngruppe Schüler und Schülerinnen, die trotz des Störverhaltens anderer Mitschüler unbedingt lernen wollen. Immer wieder hört man als Lehrkraft, dass diese Schüler auch ein Recht auf den Unterricht und dazu passende Lernmöglichkeiten haben. Es gibt eine Verpflichtung zum Unterricht, weil es auch eine Aufsichtspflicht seitens der Schule gibt. Zusammengefasst heißt das: Zwar will die Schule dem Heranwachsenden ermöglichen, einen Abschluss zu machen und zu diesem Zwecke etwas zu lernen, doch Vorrang vor der individuellen Förderung hat die Aufsichtspflicht während der Schulzeit. Verständlich, wenn man davon ausgeht, dass die Kinder versorgt sein sollen, damit die Eltern arbeiten können. Wenn wir diesem unwilligen Schüler seine Unlust zugestehen, dann müssten wir für ihn und seinesgleichen einen beaufsichtigten Aufenthaltsbereich zubilligen, damit die anderen Kinder und Jugendlichen lernen können.

Machen wir ein Gedankenexperiment: Stellen wir uns eine Schule vor, die dreizügig ist. Ab der fünften Klasse geht es los. So bräuchten wir schon mindestens zwei verschiedene Aufenthaltsbereiche, denn Schüler der Klasse 5 und 6 stehen in einer anderen Entwicklungsphase als Schüler der Klasse 8 – 10, Kinder des Jahrgang 7 steckt dazwischen. Diese Freizeitbereiche werden jeweils von Erziehern ganztägig betreut. In unserer Schule fällt der Essbereich des Mittagstisches in diesen Freizeitbereich, damit Platz gespart werden kann. Dabei sind die Aufenthaltsbereiche multifunktional zusammengesetzt, so dass man dort in angenehmer Atmosphäre essen kann und dennoch Ecken hat, in denen sich die Schüler und Schülerinnen zurückziehen können. Die Erzieher sorgen dafür, dass jeder Zeit Wasser für Schüler und Schülerinnen bereitstehen und das Obst als Zwischenmahlzeiten angeboten werden können. Sie beaufsichtigen die Schüler und intervenieren im Falle von Handgreiflichkeiten ein. Wenn ein Schüler also keine Lust hat, was zu lernen, kann er sich hierher zurückziehen und den Unterricht sausen lassen. Dadurch würde er die anderen nicht stören.

Nehmen wir Klaus als Beispiel. Er hat keinen Bock bei Peterson im Unterricht zu sein, der Lehrer kann ihn nach seiner Ansicht eh nicht ausstehen und hat ihn auf dem Kiecker; und Mathe hat er eben noch nie verstanden. Dort schreibt er seit zwei Jahren nur noch seinen Namen auf die Klassenarbeit. Die Stunden verbringt er nur noch im Freizeitbereich. Stefan und André, seine Kumpels sind auch lieber hier. Die PSP (Spielekonsole) läuft heiß und sie spielen über Kabel zusammen. Die nächste Stunde wäre Deutsch gewesen, da wollen sie auch nicht hin und Englisch ist auch doof. Plötzlich springt aber André auf, sagt was von Freundin, die im E-Kurs- Englisch sitzt, wo er jetzt hin will.

Nein, so funktioniert das nicht, spulen wir nochmals zurück. So würde Klaus nie wieder eine Stunde Mathe besuchen und dann wäre er irgendwann nur noch aufbewahrt, bis er erwachsen und ohne Abschluss die Schule verlässt. Wenn die Schule einem Schüler die Option lässt, dass er sich aus dem Unterricht ausklinkt, wenn er nicht mehr will, dann muss er auch die Option erhalten, sich wieder einzuklinken, wenn er feststellt, dass er doch was lernen will. Das bedeutet, wir bräuchten für die Schüler statt Unterrichtsstunden, Basiseinheiten und Erweiterungseinheiten, so dass die Schüler, die sich für das eine Fach nicht mehr interessieren können, weil sie da nix verstehen, den Stoff nochmals nachholen können.

Klaus hängt schon seit Wochen im Freizeitbereich rum. André hat eine neue Freundin, sie besucht den Basismathekurs. Er ist mal mitgegangen und fand die Lehrerin ganz nett. Überhaupt versteht er seit Wochen zum ersten Mal, was da erklärt wird. Er weiß noch immer nicht, wofür er das Zeug lernen soll, aber wegen Vera will er zumindest versuchen, dass er bei der Lernstandserhebung gut abschneidet. Ihn stört nur, dass alle im Kurs jünger sind als er. …

Nein, so kann das auch nicht funktionieren, damit würde Klaus weiterhin hängen bleiben, weil er keinen Anreiz hat, sich den Unterricht nochmals anzusehen. Wenn tatsächlich Basislerngruppen eingeführt werden, dann müssen sie altersunabhängig besucht werden können, Gleiches gilt für die Erweiterungskurse. Die altersgemischten Gruppen verhinderten zum einen das Gefühl der Scham, würde zum anderen auch zur gegenseitigen Hilfe und zur Erlangung von entscheidenden Sozialkompetenzen führen. Gleichzeitig kann auch ein Kind dann wieder integriert werden, wenn es das Gefühl hat, dass es nun bereit ist dazu.

Allerdings lässt sich das mit dem Fächerkanon nicht aufrechterhalten, denn die Aufteilung in Fächer lässt wenig Spielraum für die Motivation. Hat ein Schüler mit einem Fach seine Schwierigkeiten, dann wird er unter Umständen dem Fach keine weitere Chance einräumen. Wenn er hingegen mit einem Projekt (welches insgesamt 4 oder 6 Wochen umfasst) nicht zurechtkäme, könnte er dieses Projektthema ausgrenzen. Das heißt, anstatt den Unterricht in Fächer zu unterteilen, kann man Themenblöcke, Epochen (wie es Montessori nannte) oder Projekte festlegen.

Stefan schwärmt vom Projekt „Römer“, als er in der Pause auf Klaus trifft. Der sitzt noch immer an seiner PSP und versteht Stefan nicht. Stefan erklärt ihm gerade, dass sie ein römisches Mosaik für den Schulhof planen und erklärt ihm, welche 1000 Schritte dafür notwendig sind, bis die einzelnen Steine genau an dem Punkt hingelegt werden, denn sie in seiner Arbeitsgruppe festgelegt haben. Klaus fragt, was denn die Römer und das Mosaik miteinander zu tun hätten. Stefan erklärt, dass sie im Projekt „Römer“ die wichtigsten Aspekte der römischen Kultur besprechen, deren Spuren noch heute in unserer Kultur zu finden sind. Dann habe der Lehrer die Aspekte aufgeteilt und daraus Projekte gemacht, die von den Schülern gewählt werden konnten. Eigentlich wollte er zu den Gladiatorenkämpfen, aber bei der Mosaikgruppe sei auch Andrea dabei und …

 Wenn man sich ein solches Vorgehen vorstellt, dann bräuchte es entweder mindestens zwei Lehrkräfte, die für die Schüler mit Rat und Tat zur Seite stehen oder Gruppenhelfer. Dies wäre aber von der Gruppengröße und vom Alter der einzelnen Gruppenmitglieder abhängig. Solche Projekte ließen es zu, dass man entlang am Curriculum der Fächer arbeitet, indem man sich überlegt, wie diese einzelnen Inhalte der Fächer zusammengebunden werden können und in „lebensnaheren“ Projekten ihren Widerhall finden können, welche Kompetenzen gefördert werden sollen und wie das funktionieren kann. Dann kann man verschiedene Fachlehrer so verteilen, dass sie gemäß ihrer Kompetenzen in den Projekten mitwirken und die Schüler bei ihren Lernphasen unterstützen können.

Klaus will von seiner PSP nicht weg, ihm sagt nichts davon zu. Sobald er die Liste mit den Projekten am Schwarzen Brett sieht, schaltet er auf Chillmodus. Wieso seine Kumpels sich von dem gemütlichen Sofa entfernt haben, weiß er auch nicht. Ihm ist das alles egal. Er will mit sich und seiner PSP in Ruhe gelassen werden. …

Wenn sich in der Schule auch dann Kinder isolieren und allein im Freizeitbereich zurückbleiben, dann hat die Institution die Aufgabe, herauszufinden, warum das so ist. Hierfür sollte zum einen ein Beratungslehrer als unmittelbare Bezugsperson zur Verfügung stehen. Für diese Aufgabe sollte in der gesamten Laufbahn im günstigsten Fall derselbe Lehrer zur Verfügung stehen, der nicht mehr als 5 Schüler betreut. Seine Aufgabe ist es, die Lernerfolge des Schülers zu dokumentieren und seine Projektentscheidungen mit ihm zu besprechen.

André lässt sich neben Klaus fallen und berichtet ihm, dass er für vier Wochen in einer Versicherungsgesellschaft in der Nähe der Schule sein zweites Berufspraktikum machen wird. Sein Vater meinte, dass sei ein solider Beruf und er solle sich den doch mal ansehen. Schaden könne es ja nix, habe sein Coach gesagt. …

Es gehört zu den Aufgaben des Beratungslehrers, den langfristigen Entwicklungsweg des Kindes im Blick zu behalten sowie ihm die beruflichen Möglichkeiten aufzuzeigen. Dabei sollte ab dem 14. Lebensjahres jedes Jahr ein Berufspraktikum absolviert werden, welches in unterschiedliche Bereich falle: Soziales, Technik, Handwerk, Dienstleistung, etc.

Falls aber die Haltung des Kindes, sich dem Schulleben zu entziehen, über einen längeren Zeitraum anhält, ist eine Beratung oder ein Gespräch durch den Schulpsychologen möglich. Dabei sollte das Ziel nicht sein, zu indoktrinieren, sondern zu ermitteln, wie dem Schüler geholfen werden kann, ob es sich um eine „normale“ Entwicklungsphase handelt oder ob beim Schüler im Hintergrund ernstzunehmende Probleme seinen Rückzug bestimmen.

Nach zwei Sitzungen beim Schulpsychologen Berg stellte sich heraus, dass Klaus sich überfordert fühlte, sich ständig auf all die fremden Gesichter einzulassen. Der Psychologe erklärte dem Beratungslehrer, dass Klaus sich verloren fühlte, weil er auch in seiner Familie nicht das Gefühl habe, geborgen zu sein. Entwicklungsprozesse würden eben keine Beachtung finden …

Unterschiedliche Projekte oder ein offenes Kurssystem können sehr motivierend sein, dennoch kann sich das ein oder andere Kind verlieren, wenn es sich häufig auf neue Menschen einlassen muss. Es wäre zu erwarten, dass sich Interessensgemeinschaften entwickeln werden, dennoch würde es sich empfehlen, jedes Kind einer altersgleichen (und damit bis zum Schluss schulbegleitenden) Stammgruppe zu zuordnen, die von Beratungslehrern geleitet wird. Diese Stammgruppen haben in den ersten Wochen sowie in den letzten Wochen eines jeden Schuljahres gemeinsam Unterricht, tauschen Erfahrungen miteinander aus, vertiefen in der Zeit Sozialkompetenzen durch entsprechende Trainings und nutzen die Zeit für Gruppenfahrten, Auslandserfahrungen, Besprechungen des nächsten Schuljahres oder ähnliches mehr.

Klaus versucht noch immer seiner Tante zu erklären, dass er nicht im Fach Deutsch unterrichtet wird und er deswegen auch nicht weiß, was er da für eine Note hat. Oma Trudel fragt ihn zum 3. Mal nach seinem Zeugnis und Klaus kommt ins Schwitzen. Schließlich habe jeder Noten und jeder Zeugnisse, was er denn lerne, wenn er nicht mal Noten habe?

Natürlich schließt sich hieran die Frage nach den Noten, nach den Zeugnissen und nach Prüfungen an. Ob Noten, Zeugnissen und Prüfungen sinnvoll sind, sei dahingestellt, denn wir haben dieses System und müssten für deren Aufhebung eine Möglichkeit des Übergangs finden. Denkbar wäre es, dass man in den Stammgruppen für Jahrgangsabschlussprüfungen lernen kann. Aus den Inhalten der Projekte würde dann ein gemeinsamer Prüfungsinhalt geschaffen, worauf sich die Lehrer im Vorfeld (vorangegangenes Schuljahr) geeinigt haben. Diese Abschlussprüfungen in Form von mündlichen und schriftlichen Tests, eventuell auch in Form von Portfolios müssten entsprechend nach Gewichtung wieder Fächern oder zumindest nach Bereichen sortiert sein. Eine Sortierung nach Bereichen ließe sich transparenter für die Schüler und Eltern darstellen, wäre für die Wirtschaft nützlich, fügte sich allerdings am wenigsten in das derzeitige Schulsystem ein. Das Abschlusszeugnis würde durch ein Portfolio ersetzt, dass die Entwicklung und die Neigung des Heranwachsenden deutlich repräsentiert. Dies setzt voraus, dass diese Form von der Wirtschaft angenommen werden würde.

Fazit: Dieses Gedankenexperiment zeigt lediglich eine mögliche Perspektive auf, wie sich die Freiwilligkeit des Lernens auf unser derzeitiges Schulsystem auswirken könnte. Was es dafür zu berücksichtigen gälte. Das für den Lehrer dann die Arbeit einfacher würde, ergibt sich daraus, dass nicht immerzu der Wille eines Kindes gebrochen werden müsste, wenn es den Lerninhalt als Aufgabe nicht annehmen wollte. Anfänglich würden sicherlich viele Kinder diese Freiwilligkeit in Form von Entzug ihres Lernwillens nutzen, aber schon nach anfänglichem Chaos und Chillen könnte sich die Neugier und der Wunsch nach Lernen durchsetzen. Selbst, wenn sich dann ein Kind mal entzöge, ließe sich das durch das System vermutlich schneller auffangen.

Zurück aus dem Gedankenexperiment stellt sich die Frage noch immer, wie man ein Umdenken mit diesen Dimensionen in kleinen Schritten vollziehen will. Eine Freiwilligkeit des Unterrichtsbesuches und letztlich die Chance, zu lernen, was jemand anders als Lerninhalt, als Lerngegenstand anbietet kann nur mit einem offenen Angebot ermöglicht werden. Es braucht ein System, in dem ein Lerner die Entscheidung treffen kann, jetzt zu lernen und dann an der Stelle auch ein Angebot findet. Selbst aber im freiesten System gibt es Verbindlichkeiten, Rahmenstrukturen und Absprachen. Wie frei also ist freiwilliges Lernen in unserer Gesellschaft, solange wir Schulen brauchen, um die Kinder versorgt zu wissen, sobald die Eltern arbeiten gehen?

Wie viel Freiraum ist nötig.

Wie viel Freiraum ist möglich?

Das ist zu diskutieren …

Projekte und Deutschkurse im Jahrgang 11 öffnen

Gedanken zur Verbesserung unseres Schulsystems bedeutet auch Übergangslösungen, Experimentierflächen und Versuchslabore zu finden, die ein neues Schulsystem vorbereiten. Langfristig möchte ich euch davon erzählen, es mit euch diskutieren und sehen, ob es streitbar ist.

Grundsätzlich ist die Idee, dass jeder Lerner – beliebigen Alters sogar – im Prinzip nur lernt, wenn er es freiwillig darf, wenn er seine Inhalte bestimmen darf und wenn er Tempus und Reihenfolge festlegen kann. Natürlich leben wir Menschen nicht auf einer Insel und können alles neu erfinden, deswegen ist es vernünftig Menschen auszubilden, die anderen helfen, Lernstrategien zu finden. Aufzwingen gelingt aber nicht. Unser Schulsystem zwingt allerdings auf, es kontrolliert und beherrscht Lerninhalte und Lernformen. 30% der Schüler wissen, sie können nichts tun als sich anpassen und das Beste hoffen, 30% wissen, dass sie nichts tun können und versuchen sich im System zu verstecken und 40% verweigert die aufgezwungene Kost, wovon etliche nie wieder auf die Füße kommen und viele aber es dennoch zu was „bringen“. Viele sind lernmüde, obwohl der Mensch nicht nicht-lernen kann. Er muss lernen, unentwegt Daten auswerten, anpassen und Erfahrungen neu konfigurieren. So schnell ändern wir nicht das System, dass reihenweise mutige Lehrer aufspringen und alle Schüler selbst ihre Lerninhalte und Lernmethoden entwickeln lassen.

Wie soll aber eine Alternative aussehen? Eine justiziable ALternative?

Gut, Mut erfordert sie dennoch. Aber lasst uns sehen:

Betrachten wir die elfte Jahrgangsstufe, die Orientierungsphase. DIe Hauptfächer werden oft in den gleichen Schienen unterrichtet. Je nach der Anzahl der Schüler gibt es 3 bis 6 Grundkurse eines Faches zur gleichen Zeit.  Inhaltlich gibt es ein Schulcurriculum, welches zumindest als Richtlinie dient, formal soll  das Arbeiten in der Oberstufe vorbereitet werden. Das bedeutet, man könnte den Schülern die Möglichkeit gewähren, dass sie selbst wählen, wer sie zu welchem thematischen oder methodischen Schwerpunkt unterrichtet und prüft.

Als Gedankenspiel:

1. Festgelegt ist der Themenblock:

Sprachtheorien (Schulz von Thun, Molcho, Watzlawick). Bei vier Lehrer/innen ließe sich das Thema unterschiedlich behandeln: textimmanent an Sachtexten; am Beispiel von Kurzgeschichten zu „gestörter Kommunikation“; als Entwicklung von Rollenspielen/Theaterspiel; empirische Untersuchungen zu verschiedenen KOmmunikationsebenen: verbal, Körpersprache, metaverbal …

2. Festgelegt ist eine Textform:

Jeder Lehrer behandelt ein anderes Drama, gibt einen Überblick über den Inhalt sowie eine kurze Prognose, was an diesem Drama zu lernen möglich ist.

3. Festgelegt ist ein formaler Schwerpunkt, der für die Oberstufe wichtig ist:

Die Lehrer vermitteln diesen Schwerpunkt mit unterschiedlichen Methoden und geben bekannt, wie die Schüler dies trainieren können.

Dies ist natürlich ein erster Aufriss und sicherlich überarbeitungswert. Der wichtige Punkt ist, dass die Schüler nach Einheiten entscheiden können, wer den Unterrichtsstoff aufarbeitet, welche Methoden aufgearbeitet bzw. trainiert werden, welcher Themenschwerpunkt erarbeitet wird. Dieses Konzept ließe sich jetzt bereits an Schulen in den elften Jahrgängen und in den Grundkursen für die Hauptfächer der weiterführenden Jahrgängen installieren. Jeder Schüler muss sich in in einen der Kurse zu je einer Einheit einfinden, dadurch kommt der Zwangscharakter dennoch zum Tragen, kann aber minimiert werden.

Die Lehrer müssten sehr eng zusammen arbeiten und müssten ihre Arbeit anhand des Schülerkontaktes immer wieder evaluieren und modifizieren. Das Zentralabitur begünstigt eine genaue Absprache des Unterrichtsgegenstandes. Die Schüler müssen gleichzeitig genau wissen, woraufhin sie später geprüft werden und welche Fähigkeiten es noch zu verbessern gilt.